TERMIN
25.-27. September 2015 | Bach IN Rokoko | Ausführende

 

AUSFÜHRENDE

Die Augsburger Domsingknaben

Die Pflege hochkarätiger musica sacra für die Liturgie an der Augsburger Kathedrale ist die Grundlage für den konstanten Erfolg von Domkapellmeister Reinhard Kammler mit seinen Augsburger Domsingknaben im internationalen Musikbetrieb. Dirigenten wie Sir Colin Davis, Fabio Luisi, Jeffrey Tate, Mstislav Rostropowitsch, Sir Neville Marriner, Thomas Hengelbrock, Kent Nagano, Mariss Jansons, Daniel Harding, Manfred Honeck oder Konrad Junghänel haben mit den Augsburger Domsingknaben auf renommierten Musikfestivals und Opernbühnen bereits gearbeitet: Schwetzinger Festspiele, Europäische Festwochen Passau, Festival du musique sacrée Fribourg, Baltic Sea Festival Drottningholm/Stockholm, Internationale Herrenchiemsee Festspiele, Bayerische Staatsoper München, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, Opéra national du Rhin Strasbourg. In München sind die Augsburger Domsingknaben immer wieder zu hören bei Produktionen und Konzertprojekten des Bayerischen Rundfunks in der Philharmonie am Gasteig, im Herkulessaal der Residenz oder im Prinzregententheater. Die Augsburger Domsingknaben geben regelmäßig Konzerte in ganz Deutschland und vielen Ländern Europas. Konzertreisen führten sie zudem nach Japan, Kanada, Ecuador und Südafrika. Im Dezember 2014 gastieren die Augsburger Domsingknaben in den USA mit Engagements in den Konzertreihen der Sinfoniekonzerte in San Francisco und Santa Rosa. Sie sangen in hoch offiziellem Auftrag schon mehrfach im Vatikan und in Berlin. Heuer gestalten sie erneut das diesjährige Weihnachtskonzert des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue. Zahlreiche CDs der Augsburger Domsingknaben sind bei renommierten Labels wie harmonia mundi, EMI und ars musici erschienen. Die Deutsche Grammophon produzierte 2012 erstmals mit Kammler und seinen Augsburger Domsingknaben zusammen mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin, Anna Prohaska, Daniel Hope und Albrecht Meyer eine vielbeachtete CD mit Weihnachtsklassikern. Eine zweite Produktion der Deutschen Grammophon unter dem Titel „Die Chorjungen“ mit drei Knabensolisten der Augsburger Domsingknaben ist derzeit brandneu auf dem Markt.

 

Residenz-Kammerorchester München

besteht seit 1978 aus führenden Musikern aus dem Großraum Augsburg – München. Gründer und Organisator ist Klaus Winkler, über 12 Jahre auch Konzertmeister dieses Ensembles, das sich überwiegend aus Mitgliedern des Symphonie - Orchesters des Bayerischen Rundfunks zusammensetzt. Die Konzertmeister-Position heute ist mit Peter Riehm, ebenfalls Mitglied im Symphonie - Orchester des Bayerischen Rundfunks, besetzt. Neben eigenen Orchesterprogrammen, die das Ensemble auch nach Italien und Frankreich führten, musiziert das Residenz-Kammerorchester München seit seinem Bestehen regelmäßig mit den Augsburger Domsingknaben unter Reinhard Kammler bei konzertanten Aufführungen von Messen, Kantaten, Passionen und Oratorien vom Barock bis zur frühen Wiener Klassik - den Musikgattungen, die für ausgebildete Knabenstimmen mit Instrumentalisten in Anlehnung an historische Aufführungspraktiken als besonders geeignet nachgewiesen sind. Neben einigen gemeinsamen CD-Produktionen für verschiedene Labels in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk unternahmen das Residenz-Kammerorchester München und die Augsburger Domsingknaben zusammen Konzertreisen in die Schweiz, nach Italien und Japan.

 

Stefan Steinemann

Stefan Steinemann, geboren 1992, begann seine musikalische Laufbahn im Alter von 5 Jahren bei den Augsburger Domsingknaben. Dort bekam er auch seinen ersten Instrumentalunterricht in Klavier und Orgel. Als herausragender Knabensolist sang er die Altpartien in der h-moll Messe, in den Passionen und im Weihnachtsoratorium von J.S. Bach. Reinhard Kammler setzte ihn aber nicht nur in seinen eigenen Konzertprojekten solistisch ein, sondern auch in auswärtigen Ton- und Opernproduktionen: Beim Bayerischen Rundfunk in „Pour le temps de nöel" von Frank Martin, in Mozarts „Zauberflöte" am Landestheater Thüringen Eisenach, oder in Leos Janaceks „Das schlaue Füchslein" an der Bayerischen Staatsoper München. Nach dem Stimmbruch setzte Stefan Steinemann seine Laufbahn bei den Augsburger Domsingknaben fort und singt in exponierter Position nach wie vor bei den Männerstimmen. Er studiert seit 2012 Kath. Kirchenmusik und zudem seit 2014 Gesang im Stimmfach Countertenor bei Prof. Gabriele Fuchs an der Hochschule für Musik und Theater München. Als Assistent des Domkapellmeisters leistet Stefan Steinemann bereits heute wertvolle Mitarbeit bei Reinhard Kammlers Stimmbildungskonzept der Knabenstimme.

 

Gerhard Werlitz

erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Augsburger Domsingknaben, denen er als Alt, später als Tenor angehörte. Während seines Studiums der Musikwissenschaft in München nahm er zudem Gesangsunterricht bei Barbara Ikas und belegte zahlreiche Meisterkurse. Er ist bis heute der Kirchenmusik, besonders am Augsburger Dom, eng verbunden. Das Konzert im Jahr 2009 mit dem „Weihnachtsoratorium“ in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan zu Ehren und in Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. war ein dabei besonderer Höhepunkt. Gerhard Werlitz übt eine rege Konzerttätigkeit vor allem im Bereich der Alten Musik aus. Sein Konzertrepertoire umfasst unter anderem die Tenorpartien der Oratorien Händels und Bachs, Mozarts und Haydns. Gerhard Werlitz ist Mitglied im Chor des Theaters Augsburg mit vielseitigen Soloverpflichtungen in Oper, Operette und Musical.

 

Diogo Mendes

Diogo Mendes, 1991 geboren in Augsburg, begann bereits mit fünf Jahren seine instrumentale und vokale Ausbildung bei den Augsburger Domsingknaben. Bis 2011 gastierte er als Bassist im Kammerchor der Augsburger Domsingknaben mit zahlreichen Konzerten in vielen Teilen Deutschlands und dem europäischen Ausland, und sammelte hierbei auch erste solistische Erfahrungen. Bis heute ist der Bariton immer wieder solistisch in Oratorienkonzerten der Augsburger Domsingknaben zu hören, zuletzt mit der Christuspartie in der Johannespassion von J.S. Bach. Seit dem Wintersemester 2011/12 studiert Diogo Mendes klassischen Gesang an der Hochschule „Felix Mendelssohn-Bartholdy" in Leipzig bei Kammersänger Prof. Jürgen Kurth. Engagements führten ihn bereits ans Leipziger Gewandhaus, ans Schumann-Haus und an die Leipziger Thomaskirche, wo er als Solist beim Bachfest zu hören war. Erste Erfahrungen im Opernfach sammelte Diogo Mendes in der diesjährigen Hochschulproduktion als Graf Eberbach in Albert Lortzings "Der Wildschütz". In der Spielzeit 2014/15 debütiert er an der Leipziger Oper als Marchese d´Obigny in "La Traviata" von Giuseppe Verdi. Diogo Mendes ist 1. Preisträger des Lortzing-Wettbewerbs Leipzig.

 

Peter Riehm

Seinen ersten Geigenunterricht erhielt Peter Riehm im Alter von fünf Jahren. Er erspielte sich mehrere Preise beim Wettbewerb "Jugend musiziert". Mit zwölf Jahren wurde er Jungstudent bei Lukas David an der Nordwestdeutschen Musikhochschule in Detmold. Drei Jahre später wechselte er in die Meisterklasse von Tibor Varga, in dessen Kammerorchester er langjährig als Konzertmeister mitwirkte. Im Dezember 1986 wurde Peter Riehm als Erster Geiger in das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert, seit 1995 ist er zudem Mitglied im Bayreuther Festspielorchester. Als Konzertmeister der Residenz-Kammerorchesters München verbindet ihn mit Domkapellmeister Reinhard Kammler seit vielen Jahren eine enge künstlerische Zusammenarbeit.

 

Reinhard Kammler

studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in München. Bereits während seiner Studienzeit gründete er die Augsburger Domsingknaben und war Stipendiat des Deutschen Musikrates. Nach langjähriger Tätigkeit als Domorganist wurde er zum Augsburger Domkapellmeister ernannt. Über seine Verpflichtungen für die Kirchenmusik am Augsburger Dom hinaus konzertiert Kammler mit seinen Augsburger Domsingknaben im In- und Ausland und arbeitet mit dem Bayerischen Rundfunk, verschiedenen Opernhäusern, Orchestern und erstklassigen Dirigenten zusammen. Mit „harmonia mundi“ oder „ars musici“ verbindet ihn eine jahrzehntelange erfolgreiche künstlerische Zusammenarbeit. Das renommierte Label „Deutsche Grammophon“ produzierte erstmals 2012 eine CD mit ihm. Kammler wird immer wieder als Jury-Mitglied zu verschiedenen Wettbewerben eingeladen. Für seine Verdienste um den Aufbau der Augsburger Domsingknaben und um die Pflege der musica sacra erhielt er mehrere Auszeichnungen, u.a. den Päpstlichen Silvesterorden und das Bundesverdienstkreuz. Er gehört dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem an. Zusammen mit den Augsburger Domsingknaben wurde Reinhard Kammler mit dem „Bayerischen Poetentaler“ und mit dem Kulturpreis der Bayerischen Volksstiftung ausgezeichnet.

Stefan Steinemann | Altus
Gerhard Werlitz | Tenor
Diogo Mendes | Bass
Peter Riehm | Violine
Reinhard Kammler | Domkapellmeister