München • 25.10.26 • 17 Uhr

Augsburg • 30.10.26 • 19.00 Uhr (VVK startet in wenigen Tagen)

Hamburg • 02.11.26 • 20.00 Uhr

Dresden • 03.11.26 • 19.00 Uhr

Über das Werk

Die Missa Salisburgensis à 53 voci von Heinrich Ignaz Franz Biber gilt als ein Meilenstein der sakralen Musikgeschichte. Die Uraufführung fand 1682 im Salzburger Dom anlässlich des 1100-jährigen Bestehens des Bistums Salzburg statt. Mit ihrer gigantischen Besetzung – 16 Vokal- und 35 Instrumentalstimmen und einer üppigen Continuo-Besetzung – sowie der Anordnung in acht Chören repräsentiert die Missa Salisburgensis die barocke Prachtentfaltung in ihrer reinsten Form.

Paul McCreesh (1998): „Wie der Mount Everest die Bergwelt zu seinen Füßen, so überragt die Missa Salisburgensis das Reich der mehrchörigen Musik – das Nonplusultra im klanglich-räumlichen Ausdruck göttlicher und weltlicher Macht.“

Über die Besetzung

Die Augsburger Domsingknaben haben sich in den letzten Jahrzehnten als einer der führenden deutschen Knabenchöre etabliert und wurden 2024 in das Immaterielle Kulturerbe Bayerns aufgenommen. Tourneen haben sie in die USA, nach Ecuador, Südafrika, Japan, Kanada und China sowie in viele europäische Länder geführt, sie traten vor Päpsten, Bundespräsi denten und Bundeskanzlern auf und arbeiten regelmäßig mit namhaften Dirigenten und Orchestern zusammen, darunter Sir Simon Rattle und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (2024), Manfred Honeck und die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern (2022) sowie Daniel Harding und das Orchestre de Paris (2019). Auf Ebene der historischen Aufführungspraxis arbeiten sie mit Les Cornets Noirs, I Fedeli, La Banda und B‘Rock zusammen. Solisten des Chores waren und sind europaweit an Opern- und Theaterhäusern wie der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, der Opéra National du Rhin Strasbourg, dem Staatstheater Augsburg und Festivals wie dem Baltic Sea Festival Stockholm, dem Festival de mu sique sacrée Fribourg oder dem Musikfest ION Nürnberg engagiert.

Das Bayerische Staatsorchester, das 2025 bereits zum elften Mal in Folge und insgesamt zum dreizehnten Mal von der Fachzeitschrift Opernwelt zum „Orchester des Jahres“ gewählt wurde, verfügt mit seinem neu gegründeten Barockensemble nun über einen eigenen Originalklangkörper für historische Aufführungspraxis. Zukünftig werden Opern aus Renaissance und Barock, wie Händels Alcina, auf historischen Instrumenten aufgeführt. Damit weitet sich das Spektrum eines der führendsten Opernorchester der Welt auch in die historische Aufführungspraxis. Für die Missa Salisburgensis stellen sie den großen Teil an Barockstreichern.

Les Cornets Noirs, 1997 von Frithjof Smith und Gebhard David gegründet, zählen heute zu den profiliertesten Ensembles für die Solo- und Ensembleliteratur des Zinks – jenes lederumwickelten „schwarzen“ Instruments, das vom 16. bis späten 17. Jahrhundert vor allem in Italien und Deutschland seine Blütezeit erlebte. In diesem historischen Klangraum erschließt das Ensemble ein faszinierendes, vielfach unbekanntes Repertoire.

Als Preisträger des concours musica antiqua beim Festival van Vlaanderen Brugge 2000 gastierten Les Cornets Noirs in zahlreichen europäischen Ländern und arbeiteten sowohl in eigenen Programmen als auch mit renommierten Dirigenten und Vokalensembles zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt ihres Schaffens liegt auf groß besetzten Werken des Früh- und Hochbarock, etwa von Giovanni Gabrieli, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, Johann Stadlmayr, Antonio Bertali, Heinrich Ignaz Franz Biber und Georg Muffat.

„Eine solch sensible Continuogruppe (Cello: Patrick Sepec, Theorbe: Juan Sebastián Lima, Orgel: Johannes Strobl) hat man selten gehört, solch perfekt intonierenden Zinken (Frithjof Smith, Gebhard David) vielleicht noch nie.“ – Badische Zeitung

Von 2016 bis 2018 absolvierte er die Advanced Vocal Ensemble Studies (AVES) an der Schola Cantorum, Basel. Im Rahmen seiner regen Konzerttätigkeit als Sänger, Tastenspieler und Dirigent setzt sich Stefan Steinemann mit Musik aus allen Epochen, beginnend bei der Gregorianik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, auseinander. Einen Schwerpunkt in seinem Musizieren bildet dabei Werke der Renaissance und Barockzeit. Die historisch informierte und gleichzeitig lebendige, emotionale Interpretation ist dabei stets der Anspruch des jungen Künstlers. So war er Gast in der Philharmonie Ljubljana und bei zahlreichen Festivals wie bei den Innsbrucker Festwochen, Laus Polyphoniae, Antwerpen, MAFestival, Brügge, der Münchner Residenzwoche, den Audi Sommerkonzerten oder den Europäischen Festwochen, Passau.

2019 gründete Stefan Steinemann das Ensemble AUXantiqua. 2020 übernahm Stefan Steinemann als jüngster Domkapellmeister Deutschlands die musikalische Gesamtleitung am Augsburger Dom und damit auch die künstlerische Leitung der Augsburger Domsingknaben. Im Jahr 2024 wurde Stefan Steinemann mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet.

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